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Dein Gehalt im Detail: Berechne dein Netto 2026, sieh nach, was eine Stundenreduzierung wirklich kostet, und wirf einen Blick auf morgen.

Häufig gestellte Fragen

Antworten zu Steuerklassen, Sozialabgaben und unserer Berechnungsmethodik.

Wie genau rechnet dieser Rechner?

Die Lohnsteuer wird nach dem amtlichen Programmablaufplan des Bundesfinanzministeriums berechnet — demselben Verfahren, das Lohnabrechnungsprogramme verwenden. Der Rechenkern wird direkt aus der vom BMF veröffentlichten XML-Fassung erzeugt und automatisch gegen die amtlichen Prüftabellen getestet: 43 Bruttostufen in sechs Steuerklassen, in beiden Tabellen, mit einer Toleranz von null Euro. Abweichungen lassen den Build fehlschlagen.

Werden meine Daten übertragen oder gespeichert?

Nein. Die gesamte Berechnung läuft in deinem Browser; Gehalt, Steuerklasse und die übrigen Angaben verlassen dein Gerät nicht. Es gibt keine Cookies, kein Tracking und keine Analytics. Wie bei jedem Seitenaufruf verarbeitet der Hosting-Anbieter technisch notwendige Verbindungsdaten wie die IP-Adresse — deine Eingaben sind davon nicht betroffen.

Was gilt 2026 bei den Sozialabgaben?

Die Beitragsbemessungsgrenze liegt bei 101.400 € im Jahr für die Renten- und Arbeitslosenversicherung und bei 69.750 € für die Kranken- und Pflegeversicherung (Sozialversicherungsrechengrößen-Verordnung 2026). Die Beitragssätze betragen 18,6 % in der Rentenversicherung, 2,6 % in der Arbeitslosenversicherung, 14,6 % in der Krankenversicherung und 3,6 % in der Pflegeversicherung. Der durchschnittliche Zusatzbeitrag zur Krankenversicherung wurde vom Bundesgesundheitsministerium auf 2,9 % festgelegt. Der tatsächlich gewichtete Kassendurchschnitt lag im Januar 2026 höher, bei rund 3,1 % — den eigenen Satz kannst du im Rechner eintragen.

Was ist die Grenzabgabenquote?

Sie gibt an, welcher Anteil des nächsten verdienten Euro Brutto als Steuern und Sozialversicherungsbeiträge abgeht. Bei 60.000 € Brutto in Steuerklasse I sind das rund 49 % — davon etwa 27 Prozentpunkte Steuern und 22 Prozentpunkte Sozialabgaben. Von 100 € mehr Brutto bleiben also rund 51 € netto. Nicht zu verwechseln mit dem oft genannten Grenzsteuersatz von 42 %: Der bezieht sich auf das zu versteuernde Einkommen, nicht auf das Bruttogehalt, und lässt die Sozialabgaben außen vor. Beide Zahlen sind richtig, sie beantworten nur verschiedene Fragen. Oberhalb der Beitragsbemessungsgrenzen fällt die Grenzabgabenquote sprunghaft, weil dort keine weiteren Sozialbeiträge mehr anfallen.

Wie belastbar sind die Zukunftsszenarien?

Unterschiedlich — und der Rechner sagt es dir. Jedes Szenario zeigt seinen rechtlichen Status: geltendes Recht, Referentenentwurf, amtliche Vorausberechnung oder eigene Annahme. Die Beitragssätze der Rentenversicherung stammen aus dem Rentenversicherungsbericht 2025 der Bundesregierung, der neun Modellvarianten ausweist. Für die Kranken- und Pflegeversicherung gibt es keine vergleichbare amtliche Langfristrechnung; die dortigen Werte sind Fortschreibungen und als solche gekennzeichnet. Jedes Szenario benennt außerdem, was es bewusst nicht abbildet.

Ist die für 2027 angekündigte Steuerreform eingerechnet?

Nein, und das ist Absicht. Der Koalitionsausschuss hat sich am 1. Juli 2026 auf eine Einkommensteuerreform zum 1. Januar 2027 verständigt: rund 10 Milliarden Euro Entlastung durch höheren Grundfreibetrag, höheren Kinderfreibetrag, höheres Kindergeld, höheren Arbeitnehmer-Pauschbetrag und eine Abflachung der zweiten Progressionszone. Beschlossen sind bisher aber nur Richtung und Volumen, nicht die konkreten Beträge. Ohne Referentenentwurf wäre jede Zahl frei erfunden. Die 2027er Szenarien zeigen deshalb nur die Sozialabgaben — die tatsächliche Steuerbelastung dürfte niedriger ausfallen als dort dargestellt.

Lohnt sich ein Wechsel der Steuerklasse?

Die Steuerklassenkombination verändert nur, wie sich der Abzug über das Jahr verteilt — nicht die Jahressteuerschuld. Diese ergibt sich erst aus der gemeinsamen Veranlagung. Bei der Kombination III/V besteht Pflicht zur Einkommensteuererklärung, und es kommt häufig zu Nachzahlungen. Die im Steuerfortentwicklungsgesetz vorgesehene Überführung von III/V in das Faktorverfahren wurde nach dem Bruch der Ampelkoalition gestrichen und ist derzeit nicht geplant.

Wie wirken sich Kinder aus?

Zweifach. In der Pflegeversicherung entfällt für Eltern der Zuschlag für Kinderlose von 0,6 Beitragssatzpunkten; ab dem zweiten bis zum fünften Kind unter 25 Jahren kommt je Kind ein Abschlag von 0,25 Punkten dazu (§ 55 SGB XI). Steuerlich mindern Kinderfreibeträge beim laufenden Abzug bereits den Solidaritätszuschlag und die Kirchensteuer; bei der Lohnsteuer selbst wirken sie erst über die Günstigerprüfung zwischen Kindergeld und Freibetrag in der Veranlagung.

Warum ist mein Nettogehalt bei einem Midijob höher als erwartet?

Zwischen 603,01 € und 2.000 € Monatsbrutto liegt der Übergangsbereich. Dort sind die Arbeitnehmerbeiträge zur Sozialversicherung nach § 20 Abs. 2a SGB IV reduziert und steigen erst an der oberen Grenze auf den vollen Satz. Der Versicherungsschutz bleibt vollständig erhalten, und die Rentenanwartschaft richtet sich weiterhin nach dem vollen Bruttoentgelt.

Was ist bei privater Krankenversicherung zu beachten?

Gib den vollen Monatsbeitrag inklusive Pflegepflichtversicherung an. Der Arbeitgeberzuschuss nach § 257 SGB V und § 61 SGB XI wird abgezogen: höchstens die Hälfte deines Beitrags und höchstens 508,59 € für die Kranken- plus 104,63 € für die Pflegeversicherung im Monat (in Sachsen 75,56 € für die Pflegeversicherung). Wechseln kannst du erst ab einem Jahresbruttoentgelt von 77.400 €.

Was sind Werbungskosten und die Pauschale?

Werbungskosten sind Ausgaben für den Beruf. Jeder Arbeitnehmer erhält automatisch den Arbeitnehmer-Pauschbetrag von 1.230 €; er ist im Lohnsteuerabzug bereits enthalten. Liegen die tatsächlichen Kosten höher, kannst du sie in der Steuererklärung geltend machen oder einen Freibetrag beim Finanzamt eintragen lassen — diesen kannst du im Rechner unter "Weitere Angaben" berücksichtigen. Seit 2026 beträgt die Entfernungspauschale einheitlich 38 Cent je Kilometer ab dem ersten Kilometer (Steueränderungsgesetz 2025).

Wie funktioniert der Vergleich mit 1958?

Dein heutiges Bruttogehalt wird auf 1958 zurückgerechnet — wahlweise über das Durchschnittsentgelt der Rentenversicherung (relative Position auf der Einkommensskala) oder über die Preisentwicklung laut Bundesbank. Darauf werden der Einkommensteuertarif von 1958 und die damaligen Sozialabgaben angewandt. Der Vergleich ist bewusst unvollständig: Kinderfreibeträge, die Höchstbeträge für Sonderausgaben, die Vermögensteuer und die völlig andere Leistungsseite fehlen. Die Abweichungen wirken überwiegend in dieselbe Richtung — das Netto von 1958 erscheint eher zu hoch. Der Rechner listet alle Einschränkungen und die Belastbarkeit jedes einzelnen Werts auf.